Everswinkel – Deutschlands zweitgrößte Molkereigruppe, Humana (Everswinkel) hat in Gesprächen mit dem Einzelhandel keine höheren Preise für Milchprodukte wie Butter und Käse durchsetzen können.
Humana kann höhere Butter- und Käsepreise nicht durchsetzen Eine von den Erzeugern geforderte Preiskorrektur sei vom Einzelhandel strikt abgelehnt worden, teilte Humana am Donnerstag in Everswinkel mit. Allerdings werde es zum 1. November dieses Jahres und damit sechs Monate früher als turnusmäßig geplant, neue Verhandlungen geben.
Der Milchverarbeiter hatte seinen Lieferanten im Juni 37,64 Cent pro Kilogramm Rohmilch gezahlt und damit rund einen Cent mehr als im Jahresdurchschnitt 2007. Die Bauern fordern mindestens 43 Cent, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Ob es zu dem gezahlten Preis am Ende des Jahres noch einen Aufschlag gibt, sei noch unklar, sagte eine Humana-Sprecherin.
Die Forderung der Lieferanten, den Umrechnungsfaktor von Liter auf Kilogramm Milch so zu ändern, dass die Bauern für die Bezahlung von 100 Kilogramm Milch nur noch 97 statt bisher 98 Liter anliefern müssen, sei auf der Vertreterversammlung am Mittwoch in Paderborn nicht angenommen worden.
Eine Entscheidung darüber könne nur der Vorstand treffen. Dieser habe die Entscheidung jedoch nicht getroffen. Humana werde sich einer bundeseinheitlichen Regelung aber auch nicht verschließen, sagte die Sprecherin.
Die Humana-Gruppe hatte im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden Euro umgesetzt und die Erlöse damit im Vergleich zu 2006 um 18 Prozent gesteigert. Der Jahresüberschuss lag bei 15 Millionen Euro. (dpa)
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